Unterlagen bei der Baufinanzierung
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Weitere InformationenSo sicherst du dir einen schnellen und reibungslosen Finanzierungsprozess
Viele stolpern beim Thema Baufinanzierung immer über denselben Stein: die Unterlagen. Gefühlt verlangen Banken jedes Jahr ein bisschen mehr. Und ja, ein Grund dafür liegt in der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, die seit März 2016 die Prüfpflichten der Banken verschärft hat. Seitdem gilt: Jede Entscheidung muss sauber belegbar sein.
Auch wenn es oft anders wirkt, sitzt die Bank nicht da und denkt sich: „Wie können wir noch drei Nachweise mehr verlangen?“ Sie ist verpflichtet, alles gründlich zu prüfen. Der Papierstapel ist also kein Selbstzweck, sondern ein Sicherheitsnetz für alle Beteiligten.
Die gute Nachricht: Je besser deine Unterlagen vorbereitet sind, desto schneller, stabiler und stressfreier wird deine Finanzierung durchgewunken.
Warum Banken so viele Unterlagen verlangen
Stell dir die Finanzierung wie ein Haus vor. Es steht auf zwei Säulen, und beide müssen zuverlässig sein:
- Deine Bonität
- Das Objekt, das finanziert werden soll
Die Bank muss wissen, ob dein finanzielles Fundament trägt und ob das Objekt den Wert hat, für den du Geld aufnimmst. Ohne solide Unterlagen fehlt ihr die Basis, um das einzuschätzen.
Je vollständiger du also startest, desto weniger Stopps, Rückfragen und Umwege entstehen.
Unterlagen zur persönlichen Bonität
Hier schaut die Bank, wie stabil dein finanzieller Alltag ist. Diese Dokumente gehören zu den Klassikern:
Für Angestellte
- Ausweisdokument
- Die letzten 3 Gehaltsabrechnungen
- Arbeitsvertrag (ggf. Zusatzbestätigung)
- Kontoauszüge (je nach Bank)
- Steuerbescheid (optional, aber oft hilfreich)
- Nachweise über bestehende Kredite
- Vermögensübersicht
- Ausgefüllte Selbstauskunft
Für Selbstständige
- Steuerbescheide der letzten 2 Jahre
- Jahresabschlüsse oder EÜR
- Aktuelle BWA
- Betriebswirtschaftliche Auswertungen
- Nachweise zu Rücklagen und liquiden Mitteln
- Übersicht über laufende Verpflichtungen
Je aktueller und sauberer diese Unterlagen sind, desto leichter fällt die Bonitätsprüfung. Genau hier macht sich gute Vorbereitung besonders bezahlt.
Unterlagen zum Objekt
Die Bank bewertet das Objekt so, als würde sie selbst darin investieren. Deshalb braucht sie Einblick in technische Daten, rechtliche Grundlagen und den baulichen Zustand.
Typische Objektunterlagen
- Exposé oder Verkaufsunterlagen
- Grundbuchauszug
- Flurkarte und Lageplan
- Grundrisse und Wohnflächenberechnung
- Energieausweis
- Kaufvertrag oder Vertragsentwurf
- Teilungserklärung bei Wohnungen
- Fotos vom Objekt (Innen- und Außenbilder)
Bei Neubau oder Modernisierung zusätzlich
- Baubeschreibung
- Baukostenaufstellung
- Angebote oder Kostenvoranschläge
- Genehmigungen oder Bauanträge
Diese Objektunterlagen liefern der Bank die Basis für die Bewertung. Sie entscheidet daraus, ob der Objektwert und die Finanzierung zueinander passen.
Warum trotz guter Vorbereitung manchmal Nachforderungen kommen
Auch wenn alles vollständig wirkt, können Banken Unterlagen nachfordern. Das kann passieren, wenn:
- Angaben nicht eindeutig sind
- Unterlagen unlesbar oder veraltet sind
- Richtlinien sich geändert haben
- Werte oder Daten nicht zueinander passen
- Beim Durchsehen neue Fragen auftauchen
Wichtig ist: Wer vorher sorgfältig sammelt, erlebt weniger davon. Und sobald etwas fehlt, lohnt es sich, schnell zu reagieren. Das hält den Prozess am Laufen.
So bereitest du deine Unterlagen am besten vor
- Sammle alle Unterlagen an einem Ort, digital oder im Ordner.
Hier ein paar einfache Schritte, die den Unterschied machen können:
- Achte darauf, dass Scans gut lesbar sind.
- Benenne Dateien eindeutig (z. B. „Gehaltsabrechnung_01_2026“).
- Halte Rücklagen und Vermögensnachweise griffbereit.
- Scheue dich nicht zu fragen, wenn etwas unklar ist.
Wenn du sauber vorbereitet startest, fühlt sich die Finanzierung nicht wie ein Hürdenlauf an, sondern wie ein klarer Weg.

